Druckluft effizient aufbereiten

Druckluftaufbereitung reduziert nicht nur den allgemeinen Geräte-verschleiß, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz Ihrer Druckluftanlage. Korrosionsbedingte Schäden und Ablagerungen werden durch eine "saubere" und "trockene" Druckluft eingedämmt.

Die richtige Druckluftaufbereitung reduziert Leckagen und Druckverluste in der Druckluftleitung und verschleiß-bedingte Ausfälle von Geräten und Anlagen. Zudem kann die Qualität von Endprodukten beispielsweise durch ölfreie Arbeitsluft deutlich erhöht werden. Eine zentrale Aufbereitung der Druckluft direkt am Kompressor kann zudem den Aufwand für die Druckluft-aufbereitung an Maschinen und Anlagen reduzieren.

Flüssigkeitsabscheidung

Eine frühe Flüssigkeitsabscheidung vor der eigentlichen Trocknung vermindert die Restfeuchte in der Druckluft und verbessert die Leistungsfähigkeit der nachfolgenden Aufbereitungstechnik. Dies erfolgt z.B. durch den Einsatz eines Druckluftbehälters oder Zyklonabscheiders.

  • Druckluftbehälter: Die Strömungsgeschwindigkeit der Druckluft wird gesenkt, die Druckluft kühlt an der großen Behälteroberfläche ab, so dass sich Kondensat am unteren Behälterboden absetzt und von hier aus abgeleitet werden kann.

  • Zyklonabscheider: Ein Zyklonabscheider nutzt die Massenträgheit der Luft. Zur Abscheidung der Feuchtigkeit wird die Luft in eine wirbelartige Drehbewegung versetzt.

Trocknung

Zur Reduktion der Restfeuchte bzw. Trocknung der Druckluft gibt es unterschiedliche Möglichkeiten

  • Kältetrockner: Durch das Wärmeaustauschersystem wird Druckluft zunächst gekühlt. Da kalte Luft über ein geringeres Wasserspeichervermögen verfügt, kondensiert der enthaltende Wasserdampf zu Wasser.

  • Adsorptionstrockner: Der in der Druckluft enthaltene Dampf wird durch das Trockenmittel im Adsorptionstrockner gebunden.

  • Membrantrockner: Der Wasserdampf löst sich in den Polymer-Hohlfasermembranen, die Luft bleibt zurück, während das Kondensat diffundiert. 

Filtration

Durch die Filtration werden Partikel aus der Druckluft herausgefiltert.

  • Oberflächenfilter (Staubfilter): filtert Partikel, die zwischen 1 mm und 100 mm groß sind
  • Tiefenfilter (Koaleszensfilter): filtert Partikel, die kleiner als 1 mm sind

Adsorption

Durch die Adsorption wird der Restölgehalt der Druckluft reduziert.

  • Aktivkohlefilter sind mit Aktivkohle bedampft und haben dadurch etwas kürzere Standzeit als Aktivkohleadsorber. Beim Einsatz von Aktivkohlefiltern ist eine Vorfiltration notwendig.
  • Aktivkohleadsorber enthalten eine Aktivkohle-Schüttung, wodurch  mehr Öl aufgenommen werden kann. Es ist eine Vor- und Nachfiltration notwendig.