Kondensat - nichts für den Abfluss!

Kondensat entsteht entlang der gesamten Aufbereitungskette: direkt am Kompressor, am Zyklonabscheider, am Kältetrockner, am Druckluftfilter, am Druckluftbehälter. Die anfallende Kondensatmenge ist abhängig von der erzeugten Druckluftmenge und z.B. der Jahreszeit. Bei einem Kompressor (Druckluftmenge: 12 m³/min) fallen im Winter ca. 70 Liter Kondensat pro Tag an, im Sommer sogar bis 150 Liter.

Kondensat ist...

  • ein Öl-Wasser-Gemisch,
  • schmutzhaltig durch Korrosionspartikel der Rohrleitungen und Luftverschmutzung,
  • schadstoffangereichert aus Bestandteilen der angesaugten Umgebungsluft,
  • möglicherweise aggressiv (pH-Wert).
     

Bereits 1 Liter ölhaltiges Kondensat kann 1 Million Liter Grundwasser verunreinigen. Daher gilt ölhaltiges Kompressorkondensat als "besonders überwachungsbedürftiger Abfall" (European Waste Code 130802) und ist entsorgungspflichtig mit besonderen Auflagen.

  • Entsorgung durch zugelassene Abfallentsorgungsunternehmen
  • Aufbereitung vor Ort (nach WHG §7a)
     

Unsere Empfehlung: Kondensat ableiten und aufbereiten!

  • Kondensatableiter schleusen Flüssigkeit aus dem System, ohne dass zu viel Druckluft entweicht. Die Kondensatableitung erfolgt effektiv mit einem elektronischen niveauregulierten Kondensatableiter
  • Kondensataufbereitung: Öl-Wasser-Trennung erfolgt je nach Öl-Wasser-Gemisch über die Schwerkrafttrennung (Filtration) oder über Spaltanlagen (bei Emulsionen).
»Kondensat ist in jedem Fall aggressiv. Wird es in die normale Kanalisation geleitet, kann es zu erheblichen Umweltschäden kommen. Zudem riskieren Sie die Zahlung hoher Geldbußen!«

Magnus BackesProduktmanagement Drucklufttechnik

Magnus Backes, Produktmanagment Drucklufttechnik

Kondensataufbereitung - aber richtig!

  statische Öl-Wasser-Trenner Adsorptionsspaltung Membranfiltration
Merkmale
  • Schwerkrafttrennung freier Öl- und Schmutzanteile
  • Adsorption Restöl an Aktivkohle
  • geringer Wartungsaufwand
  • keine Fremdenergie
  • zuverlässige Aufspaltung von Emulsionen
  • einfache Verfahrensweise
  • drastische Reduzierung der Abfallmenge auf <0,5 %
  • Restölgehalt im Abwasser <1 mg/l
  • Restölgehalt des aufbereiteten Abwassers <1 mg/l
zu beachten
  • Trennung stabiler Emulsionen nicht möglich
  • regelmäßiger Austausch der Aktivkohlefilter
  • Entsorgung der Reststoffe und der verbrauchten Aktivkohle
  • Verfahren für Druckluftkondensate mit emulgierten Ölanteilen <1 %
  • Entsorgung abgeschiedener Flocken
  • begrenzte Aufkonzentration
  • Membrangefährdende Inhaltsstoffe ausschließen

 

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